Employee-generated Content (EGC) bezeichnet Lern- und Wissensinhalte, die Mitarbeitende aus den Fachbereichen selbst erstellen, statt dass eine zentrale Redaktion oder externe Agentur jede Trainingsminute produziert.
Warum das funktioniert? Das Wissen sitzt in den Fachbereichen, nicht in L&D. Wenn Expert:innen ihr Wissen direkt weitergeben können, entfällt die teuerste Übersetzungsschleife der Trainingsproduktion: das Briefing zwischen Fachbereich und Produktion. L&D wechselt vom Produzenten zur steuernden Instanz; Qualität, Governance und Rollout bleiben zentral, während sich die Erstellung verteilt.
Die Hürde war lange die Produktion selbst: Kamera, Schnitt, Vertonung. KI-gestützte Werkzeuge lösen das. Expert:innen sprechen mit einer Interview-KI oder laden Foliensätze hoch, das fertige Training entsteht automatisch, im Corporate Design und SCORM-ready. Bei DPD arbeiten so rund 240 aktive Autor:innen, die in zweieinhalb Jahren über 1.800 Videos produziert haben.