Wissenssicherung bezeichnet das systematische Erfassen von Erfahrungswissen, bevor es das Unternehmen verlässt: durch Ruhestand, Kündigung, Rollenwechsel oder Reorganisation.
Der Handlungsdruck ist demografisch: Knapp 30 % der Erwerbstätigen in Deutschland erreichen bis 2036 das Rentenalter (Destatis). Gleichzeitig hängen 72 % der Unternehmen an mindestens einer Person, deren Abgang den Betrieb spürbar beeinträchtigen würde (SHRM 2023). Wer das Wissen dieser Schlüsselkräfte erst beim Abschied sichert, ist meist zu spät: Klassische Exit-Interviews erfassen Stimmung, nicht Substanz.
Moderne, automatisierte Wissenssicherung arbeitet mit methodenbasierten KI-Interviews. Die KI befragt Expert:innen strukturiert, vom explorativen Überblick bis zum Tiefeninterview, und erfasst dabei gezielt das, was Dokumente nicht enthalten: Entscheidungslogik, Ausnahmen und Warnsignale. Das Ergebnis wird geprüft, freigegeben und steht dem Team als Wissensartikel, Training oder KI-Kontext zur Verfügung.